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. ..und wie es sich so spielt, die Musik und das Leben Nach fast neun Monaten der langen Vorbereitungen schlug am 08. Mai 1998 die Geburtsstunde der Örgeli Grossformation Alpäblüemli' Erstfeld. Nicht am frühen Morgen, auch nicht bei Tageslicht, sondern zu später Nachtstunde war's im Hotel Frohsinn. Gerade mal drei Frauen lies (Hebammen) und 13 Männer (Hebammeriche gibt es bekanntlich nicht) durften nach einer anstrengenden Probe diesem Ereignis' beiwohnen. Hineingeboren in die traditionsverbundene Innerschwyzer Volksmusikszene - erregte dieses etwas andere Kind' des Musizierens - weder Aufsehen, noch wurde es als exotisch wahrgenommen. Der Gedanke zur Gründung der ÖGF Alpäblüemli' beruhte nicht auf einem Wunsch nach etwas Aussergewöhnlichem, denn Oergeligrossformationen gibt es mittlerweile seit bald über 30 Jahren. Ausschlaggebendes Moment war, jedermann/frau die Gelegenheit zu bieten - ohne gleich eine eigene Formation zu gründen - auch ausserhalb der eigenen vier Wände' ihrem geliebten Hobby nachzugehen, andere Musikantinnen und Musikanten kennen zulernen um mit Ihnen zusammenspielen zu dürfen. Ein Fundament zu legen ist das Eine, Etwas darauf zu bauen das Andere. Selbstverständlich gelten heute gute Grundkenntnisse, sowohl im Begleit wie auch im Vorspiel als minimale Vorraussetzung für Neueintretende. Da sich der Verein dem Spiel traditioneller, urchiger Volksmusik im Innerschwyzerstil, sowie der Pflege von Freundschaft, Geselligkeit aber auch gegenseitiger Hilfsbereitschaft verpflichtet sieht, erhält ein interessiertes und fleissiges Mitglied im Gegenzug, nicht nur eine enorme Fülle an Neuem und Interessantem rund um sein Instrument, sondern auch sehr viel Bereicherndes im Leben als Musikus'. Die derzeitige aktive Mitgliederbestand setzt sich aus zehn Frauen und acht Männern zusammen. Davon spielen deren 16 Schwyzerörgeli, zwei streichen den Bass. Für die musikalisch - technischen Belange zeichnet Sepp Imhof, ein profunder Kennern der Volksmusikszene' und selber ein begnadeter und bekannter Volksmusikant hauptverantwortlich. In der 13-jährigen Vereinsgeschichte durfte d's Alpäblüemli' viele schöne und eindrückliche Höhepunkte erleben. Bereits im ersten Vereinsjahr begab es sich keck, frisch und frech zum Wettspiel ans Eidg. Ländlermusikfest 1999 nach Interlaken. Zweimal, nämlich in den Jahren 2000 und 2003 durfte der Verein als Gastformation am Appenzeller Ländlerfest auftreten. Die Teilnahme an dem alle vier Jahre stattfindenden Schweizerischen Ländlergrossformationentreffen (LGFT) war für das Alpäblüemli' jeweils selbstverständlich. Im Jahre 2001 lockte diese Grossveranstaltung die Formation - verbunden mit einem Vereinsausflug - auf die Riederalp und im 2005 ins Diemtigtal im Berneroberland. Eine freudige Herausforderung war 2001 am Wettbewerb anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Phonoplay teilzunehmen. In der Auswertung von über hundert teilnehmenden Formationen belegte die ÖGF Alpäblüemli' einen der ersten drei Ränge und gewann eine Tonträgerproduktion. Dieser Preis bescherte dem jungen Verein auch den ersten Fernsehauftritt in einer der Hopp de Bäse' - Sendungen mit Kurt Zurfluh. Die erste Hälfte des Jahres 2002 war demzufolge geprägt von Vorbereitungen auf die CD - Produktion. Üben, Üben, Üben stand auf der täglichen Menuekarte' und logischerweise war es dann auch das Fest der CD - Taufe vom 6. September 2002 in der Bielenhofstatt in Erstfeld, an welchem das Alpäblüemli' in einem besonders hübschen und festlichen Kleid erschien. Als weitere Höhepunkte im Leben des Vereins dürfen die Teilnahme am 50 Jahrjubiläum der IRG / IDEE Suisse Anfang 2003, sowie die Teilnahme an den höchsten Feierlichkeiten der Burgergemeinde Bern nicht unerwähnt bleiben. Die Burger von Berns gedachten am 13. September 03 im Kienholz in Brienz der 650 - jährigen Zugehörigkeit des Standes zur Eidgenossenschaft - mit dabei d's Alpäblüemli'. Um ein von sehr schönen Erlebnissen beladenes Jahr auch gebührend abzurunden, rief der Verein den 1. ÜLCH (1. Ürner Ländlerchläüs) ins Leben. Dieser jeweils um den Samichlaustag in den Gaststätten in Gurtnellen stattfindende Anlass erfreut sich schon grosser Beliebtheit. 2004 war für die Formation als eigentliches Konsolidierungsjahr gedacht. Nichtsdestotrotz durfte sich d's Alpäblüemli' auf einige schöne Anlässe freuen. Das Aufspielen an der LUGA für's offizielle Uri, die Teinahme am Energiestadtfest in Erstfeld und der 2. ÜLCH bildeteten nebst vielen anderen schönen Begegnungen willkommene Abwechslungen. Nach eben diesem ruhigen Jahr gings ab wie eine Rakete ins 2005. Dank immer wieder fantasievoller Einfälle wurde der Verein zu einem der Kandidaten für den Humoripreis ( einer der höchstmöglichen Kulturpreise im Kanton Uri ) nominiert. Einige Stimmen fehlten am Schluss, aber erfrischend lustig war es alleweil. Dann kam die Einladung für den 1. August in die Schweizer Botschaft nach Berlin. Diese Einladung von hoher offizieller Ehre am Bundesfeiertag in der Schweizer Botschaft in Berlin aufzutreten, war natürlich das Engagement schlechthin. Intensiv wurde auf dieses Ereignis hin gearbeitet und die Bemühungen lohnten sich um ein Viel-faches. Die erste Auslandsreise , drei unvergessliche Tage in der Metropole Deutschlands gehören nun unlöschbar zur Geschichte des Vereins. Aber was wär'ds Alpäblüemli', wenn es sich nicht auch in seinem angestammten Lebensraum bemerkbar machen würde. Und so klang das wunderschöne Vereinsjahr wiederum mit Auftritten in Heimen, mit der Gestaltung einer feierlichen Messe am Bettagsvorabend in Andermatt und dem 3. ÜLCH aus. Ganz gelassen schaut der Verein ins 2006, wurde Ihm doch anlässlich der 8. GV mit Ausblick auf kommende bereichernde Anlässe bereits der Speck durch den Mund gezogen. Der Tag der Kranken mit Aufspiel im Betagtenheim Andermatt ist auch schon Vergangenheit. In ein paar Tagen ist die Formation am Energiestadtfest (20. Mai) anzutreffen und dann geht's in schönstem Frühlingskleid weiter ins Jahr und die Freude bleibt über Deinen nächsten Besuch an dieser Stelle. .. übrigens An der 1. Generalversammlung vom 05. Februar 99 schmückte sich der Verein mit einem Logo, das in den eigenen Reihen entworfen wurde. Ein Logo das nicht nach Moderne riecht oder gar nach Aufmerksamkeit schreit - nein , ein Logo welches die Harmonie von Natur und Volksgut zum Ausdruck bringt. Schon beim blossen Betrachten dessen , möchte man sich auf diesen hübschen Holzträmmel' setzen, sich an der Farbenvielfalt der verschiedenen Örgeli erfreuen und einigen lüpfigen Tänzchen lauschen.
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